Zeitverwendung

Haus Metternich Koblenz August 2018

eine Ausstellung von mehrkunst e.V.

 

Unter dem Titel „Zeitverwendung“ zeigten 14 Künstler und Künstlerinnen aktuelle und kontroverse Manifestationen zum Thema Industriekultur. Ein interdisziplinäres  Ausstellungsprojekt  im Haus Metternich in Koblenz

 

Zeitbremse/Decelerator (aus der Serie squares & circles), 2018,  zwei Bilder mit beweglichen Elementen,  Acryl und Lack auf Wellpappe, Magnetfolie, zwei Metallplatten à 100 x 100 cm

 

 Wir leben im Zeitalter der Beschleunigung – in den letzten Jahrzehnten hatte man den Eindruck, der Fortschritt führe dazu, dass die Zeit sich überschlägt. Noch nie gab es bei so vielen Menschen das Gefühl, keine Zeit mehr zu haben: es sind die vielen Möglichkeiten, die uns die Zeit rauben.

 Noch nie gab es so wenig Zeit wie in unserer Zeit.

 Aber wann ist das Ende der Beschleunigung erreicht?

 Diese Arbeit wirkt wie eine Zeitbremse – ein Steckspiel für Große. Man kann die einzelnen Element in unendlichen Varianten anordnen und dabei, ehe man es sich versieht, die Zeit vergessen.

Ellen Roß, Wegwarte, 2018, Installation, Elemente aus Holz, Acryl, Draht,je  ca. 2 x 3 x 8 cm

Wegwarte, 2018, Installation, Element aus Holz, Acryl, Draht, je ca. 2 x 3 x 8 cm

 

Die gewöhnliche Wegwarte wächst in Mitteleuropa gerne auf Industriebrachen und Ruderalstellen. Entlang von Wegen und Straßen siedelt sie in Wegrand- und Trittpflanzengesellschaften.[

 

Ruderalvegetation (von lateinisch rudus ‚Schutt‘) wird die Pflanzenwelt von menschlich tiefgreifend überprägten Standorten genannt, deren Zusammensetzung nicht vom Menschen beabsichtigt wurde, sondern die sich entweder auf ungenutzten bzw. brach gefallenen Flächen von ihm unbeachtet, oder auf devastierten, übernutzten oder vegetationsfrei gehaltenen Böden vielfältig einstellt.